Über den Wandel der Lehre

Ein Rückblick auf ein Jahrzehnt Online-Marketing-Lehrgangsleitung.

Vor 10 Jahren habe ich den ersten Online-Marketing-Lehrgang für Österreich konzipiert.

Mit diesem Video habe ich ihn eröffnet

Das erscheckender Weise immer noch recht aktuell ist:

Anlässlich des Jubiläums habe ich den ersten Stundenplan herausgekramt. Viele Themenbereiche sind noch immer wesentlich und haben sich in sich weiterentwickelt.

Manche sind gänzlich in anderen Bereichen aufgegangen. Web2.0 als Themenbereich klingt halt schon sehr nach den 00er-Jahren. Mobile Marketing ist keine eigene Disziplin mehr, sondern muss sich in allen Themen wiederfinden.

Abgesehen von den unterschiedlichen Schwerpunkten und Methoden, die inzwischen unterrichtet werden, ist aber die größte Entwicklung eine ganz andere. In der ersten Jahren war es ausreichend, die Maßnahmen von Suchmaschinen Marketing über Display Advertising bis Social Media zu lehren. Manche Teilnehmer*innen haben sich dann in einem der Gebiete spezialisiert, hatten aber mit der Grundausbildung eine solide Basis.

Inzwischen muss allgemeines Marketing-Wissen und vor allem Content Marketing zu einem viel größerem Teil im Stundenplan vorkommen, da es einen starken Wandel im Anspruch an Online-Agenturen und Online-Marketing-Abteilungen gibt.

Wer hat eigentlich den Lead?

Die klassischen Agenturen können vielfach ihren Leadanspruch in Kampagnen nicht mehr halten. Der Schwerpunkt hat sich schon viel zu sehr auf Online-Marketing verschoben und das funktioniert nun mal anders. So müssen die Onliner*innen ran und brauchen daher Basis-Wissen zu Marketing, Content-Strategie und klassischer Mediaplanung.

Es wird also mehr verlangt. Und das muss sich in der Ausbildung in Themen und Methoden niederschlagen.

Und so werden die Ausbildungen auch dieses Jahr wieder angepasst, überarbeitet, erweitert.

Was mich überrascht hat, ist, dass fast die Hälfte der Trainer-Kolleg*innen mich durch all die Jahre begleitet hat. So kurzlebig, wie es Anfang 2000 geheißen hat, ist unser Geschäft also nicht.

Was mich in Hinblick auf meine Alumni-Gruppe allerdings überhaupt nicht überrascht hat, sind die Karrieren, die viele der Teilnehmer*innen inzwischen hingelegt haben!

Mögen noch viele folgen.

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